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Krankengymnastik nach Bobath

Therapie-Angebot

Krankengymnastik nach Bobath

 




Das Bobath-Konzept

Bobath ist ein spezielles Behandlungskonzept zur Rehabilitation von Patienten mit erlittenen Hirnschäden wie Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumoren und anderen Krankheiten des Zentralen Nervensystems.

Es basiert auf der lebenslangen Fähigkeit des Zentralnervensystems, sich Reizen anzupassen. Durch spezielle Arten der Lagerung, der Bewegung des Patienten innerhalb und außerhalb des Bettes und die Anleitung bei alltäglichen Aktivitäten wie Ankleiden, Körperpflege, Essen und Trinken wird diese Lernfähigkeit des Gehirns ausgenutzt.
Dabei werden dem Nervensystem immer wieder Lernangebote gemacht, dadurch wird es gezielt stimuliert. Eine zu schlaffe (Hypotonus) oder zu straffe (Spastik) Muskelanspannung soll verbessert werden.

Physiologische Bewegungsabläufe und eine bessere Körperwahrnehmung werden geschult. So sollen sich Patienten ihrer Haltung wieder bewusst werden und ihre Bewegungen besser kontrollieren können. Ziel ist es, dass der Patient möglichst bald wieder selbstständig wird.

Die Bobath-Geschichte

Bobath ist heute eines der erfolgreichsten Therapiekonzepte in der neurologischen Pflege und Physiotherapie. Es wurde in den 40er Jahren von der Krankengymnastin und Gymnastiklehrerin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karl Bobath entwickelt.
1943 hatte Berta Bobath ein Schlüsselerlebnis mit einem schwer spastischen Kunstmaler. Damals war es üblich, nur die gesunde Seite spastischer Patienten zu stärken. Berta Bobath behandelte auch die kranke Seite des Malers nach ihrem Gefühl und spürte, wie sich seine Verkrampfung verringerte. So entdeckte sie, dass bestimmte Lagerungen, Stellungen und Bewegungen Spastik vermindern und sogar verschwinden lassen können. Die Beobachtung und die praktische Erkenntnis, dass Spastik und Anspannung beeinflussbar sind, war damals revolutionär.
Neurophysiologisch untermauert wurden die Entdeckungen Berta Bobaths von ihrem Ehemann Karl. 1951 gründeten die beiden ein privates Zentrum zur Behandlung von Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen, heute bekannt als Bobath-Centre in London.

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